Wushu-Trainingswoche 15.-19. April 2013: Manchmal kommt es ganz anders...

Die Woche begann völlig unplanmässig und nahm dann doch noch den planmässigen Verlauf

 

Als wir am Montag, den 15. April mit der Trainingswoche in der Halle Bünten beginnen wollten, traf uns beinahe der Schlag: Die Geräteturnerinnen waren da (wie sie das jedes Jahr sind). Es stellte sich dann heraus, dass wir intern einen Fehler gemacht hatten, wie er uns in 27 Jahren in dieser Halle noch nie passiert war. Nun denn, aufgeben galt nicht.

 

Innerhalb von zehn Minuten konnten wir für die Fördergruppen die Halle Bächliweg für die ganze Woche organisieren. So konnten sie die Teppiche ganz einfach "rüberzügeln". Schwieriger gestaltete es sich, für die restlichen 40 Teilnehmenden eine Halle zu finden. Zum Glück konnte uns Doris Schenk von den Geräteturnerinnen für einen Nachmittag Gastrecht gewähren (wofür ich mich auch an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte). So kamen wir am Montag einigermassen über die Runden. Hinter den Kulissen liefen die Drähte natürlich heiss, denn findet einmal eine Halle, wenn alle Schulsekretariate infolge der Schulferien geschlossen sind oder die Hallen gerade im Frühjahrsputz sind.

 

So trainierten wir am Dienstag in Zofingen in unseren eigenen Räumen, was einigen Koordinationsaufwand und viel Flexibilität der Eltern der Kinder benötigte. Aber auch das kriegten wir hin. Wir hatten dann das Glück, von Mittwoch bis Freitag in der Turnhalle des Landenhofs, der Schule für Schwerhörige, in Unterentfelden Unterschlupf zu finden. Organisatorisch war dies insofern nicht ganz ohne, als der Schreibende in seiner Planung davon ausgegangen war, dass wir alle zusammen trainieren. Das ist deshalb nicht ganz unerheblich, weil wir in dieser Woche nur ganz wenige Trainer waren und wir uns deshalb gegenseitig nicht aushelfen konnten (weil die Fördergruppen ja die ganze Woche separat trainierten). Aber auch hier kamen wir, nach einigen Plankorrekturen, dann gut zurecht.

 

Für die Trainierenden war es wohl nicht weiter schlimm, auf jeden Fall zeigen die Rückmeldungen aus allen Gruppen (und ich kann das für diejenigen Gruppen, welche bei mir waren, ebenfalls bestätigen), dass die Ziele erreicht werden konnten. Die Kinder als auch die Erwachsenen am Abend haben sehr gut, will heissen konzentriert und motiviert, trainiert. Solange das so bleibt, wird es auch weitere solche Wochen geben, denn so viel Motivation überträgt sich zwangsläufig auch auf die Trainer.

 

Ich bedanke mich abschliessend für einmal zuerst bei den Eltern aller Kinder, welche mit einer gesunden Portion Gelassenheit und grossem Verständnis auf diese sehr spezielle Situation am Starttag reagiert haben. Bedanken möchte ich mich auch bei den Schwerstarbeit verrichtenden Trainern, Charlie, Thomas und Jehmsei. Und zuletzt geht mein Dank an alle Teilnehmenden, welche mit ihrer Freude am Training auch das Feuer bei den Trainern am Lodern gehalten haben.

 

Die nächste Trainingswoche - und das wurde nun zweifach kontrolliert - findet vom 7.-11. Oktober, also wie im Jahresplan vermerkt, statt.

 

Nachfolgend nun einige Bilder dieser Woche, für einmal ohne Fördergruppen, weil ich da natürlich nie vorbei gehen konnte (da immer selber engagiert). Aber da Letztere ja meist eh schon mehr im Fokus stehen, macht das für einmal nichts. Zudem möchte ich mich entschuldigen, dass es dieses Mal so lange ging. Aber ich habe erstmals ausgiebig im RAW-Format fotografiert und die Bilder mit Adobe Lightroom entwickelt. Beides ist mir noch nicht so geläufig.

 


Jürg Wiesendanger/22. April 2013



Und das sind sie: Die nächsten jungen Wilden! Die Kinder in dieser Gruppe am Nachmittag haben vor gut 1 1/2 bzw. gut 3 Jahren mit dem Training begonnen. Aus diesen beiden Gruppen werden wir wohl die nächste Kinderfördergruppe zusammen stellen.
Hier im Bild sehen wir Auro, der sehr motiviert trainiert hat (was unschwer zu erkennen ist).
Diese beiden Mädchen heissen Alina (vorne) und Kelly (hinten). Bei Alina sicherlich speziell ist, dass sie erst letzten November begonnen hat, aber bereits gut mitkommt.
Im Bild sehen wir die ganze Gruppe der Kinder mit Thomas und der Übung namens "wubuquan" (die Fünf-Stellungen-Form). Darin werden in einer einzigen kurzen Sequenz die fünf wichtigsten Stellungen geübt: gongbu, mabu, xiebu, pubu und xubu.
Qiangshu - Speer: Die Gruppe der älteren WettkämpferInnen trainierte die ganze Woche mit dieser sehr anspruchsvollen Waffe. Mir gefiel die Mischung in dieser Gruppe sehr gut. Es sind übrigens nicht mehr alles WettkämpferInnen dabei, aber oft "uralte" Kollegen und Kolleginnen, die gerne zusammen trainieren (sonst hätte ein Teil am Abend kommen müssen). Da stehen wir natürlich nicht im Wege.
Zum Glück hatte die Halle Landenhof noch eine grosse Bühne, auf der wir ebenfalls trainieren konnten, sonst wäre es mit dem Platz knapp geworden. So aber kamen wir platzmässig gut über die Runden. Hier sehen wir einen Teil der Gruppe der jüngeren WettkämpferInnen mit Schwert (Jessica, welche in Zofingen trainiert, vorne und Samara, hinten).
Die Konzentration ins Gesicht geschrieben (Tina, vorne) oder die Aufmerksamkeit an den weit geöffneten Augen zu erkennen (Ilenia, hinten).
Thomas lockerte das mit seinem Lachen und einer trockenen Bemerkung zum Schluss wieder auf.
In dieser Gruppe mit dabei waren auch noch Liam und Remo, hier mit Stock.
Am Abend war dann eine bunt gemischte Gruppe mit Stock '89, einer Form, die stocktechnisch bereits auf einem hohen Niveau steht und eine gute Grundschule verlangt, unterwegs.
Gleich nach dem Start dieser Form geht es runter in den Pubu.
Thomas, fast am Ende des ersten Teils, liess mir nur wenig Luft für diese Foto.
Die Schlussserie von vier Bildern gehört dem Sohn von Thomas (oben mit dem Stock), Jan. Die eindrückliche Bilderserie könnte man "auf der Suche nach der B-Note" bezeichnen (für Nichtinsider: Die B-Note benennen die WettkämpferInnen oft kurz mit "Ausdruck", obwohl das nicht ganz zutrifft, aber für den Laien möge diese Erklärung an dieser Stelle ausreichend sein). Hier das erste Bild, bei dem Jan noch etwas nachdenklich wirkt, suchend eben.
Danach versinkt er und scheint über die richtige Position förmlich zu sinnieren.
Jetzt aber: Augen auf und...oops...da ist ja die Kamera...aber...
JETZT!
 
 
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